BAUJAHR: 1882/1911/1926

ANGESTELLTE: -

LIQUIDATION: 1991

ARCHITEKT: Hans Poelzig
DENKMALSCHUTZ: Ja

 

1882 beginnt der Kaufmann Sigmund Goeritz mit seinem Handelsgeschäft für Stoffhandschuhe. Der Handel blüht und 1899 beginnt man mit der Produktion von Trikotagewaren. Um diese neue Unternehmenserweiterung umzusetzen erwirbt die Sigmund Goeritz OHG etwa 1910 die Fabrikgebäude an der Zwickauer Straße in Chemnitz, hinzu kommt ein Neubau im Jahre 1911, architektonisch im Sinne der Zeit.Es ist der neue Fertigungsstandort für Männer-Trikotagen. Die Geschäfte bei Goeritz laufen gut und so kann sich Sigmund Goeritz 1918 bereits zur Ruhe setzen und seinem Sohn Erich das Unternehmen überlassen. Die OHG wird darauf 1920 zu einer Aktiengesellschaft umgewandelt. Man fertigt zudem nun auch Damenunterwäsche unter dem neuen Label „Venus“.

1926 wird das Fabrikgelände durch einen weiteren Neubau erweitert. Dazu beauftragt die Firma Goeritz den Architekten Hans Poelzig, welcher einen vollkommen neuen Entwurf der Fabrikgestaltung etabliert. Von dem eigentlichen Planungen wird allerdings nur der erste Bauabschnitt fertig gestellt,das Unternehmen gerät in wirtschaftliche Schieflage und muss alle weiteren Bauvorhaben beenden. Aus dieser kleinen Krisen erholt man sich bereits am Ende der 1920er Jahre wieder und so steigt die Goeritz AG von 1929-1933 zum bedeutensten Damenwäscheproduzenten in Deutschland auf. Durch den Arierisierungsprozess im 3. Reich wechselt 1940 der Geschäftsführer des Unternehmens und es folgt die Umbenennung in "Venus-Werke AG".

Nach dem 2.Weltkrieg macht man an der Zwickauer Straße unter altem Namen weiter, ehe das Unternehmen 1962, nach der Enteignung, in den "VEB Strickwaren Oberlungwitz" aufgeht. Bis 1990 fertigt man weiter Trikotagewaren.

Im selben Jahr folgt die Umstellung auf die Marktwirtschaft als neue „Freizeit & Bademoden AG“, die Hoffnung wärte aber nur kurz, 1991 bereits wird die Produktion endgültig eingestellt und das Unternehmen liquidiert. 


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