BAUJAHR: 1888

ANGESTELLTE: 300

LIQUIDATION: 1991

DENKMALSCHUTZ: Ja

 

Die Familie Rudolph gehört wohl zu den wichtigsten Industriefamilien in Eibau. 1877 gründete Hugo Rudolph bereits eine erste Handweberei zur Herstellung von Leinenstoffen. Nur 7 Jahre später stirbt der Firmengründer und sein Bruder Emil Rudolph führt das junge Unternehmen weiter.  1888 kommen die angemieteten Räume an ihre Grenzen und ein Fabrikneubau ist von Nöten. Nach der Einweihung 1890 ist 1898 bereits eine weitere Erweiterung angebracht, neben den Kontorgebäude und einer Sheddachhalle wird rückläufig ein dreistöckiger Hochbau mit Kesselhaus und Kraftzentrale errichtet. Hauptprodukt des Unternehmens sind Gartentischdecken und Läuferstoffe, für diese Erzeugnisse erlangt die Eibauer Weberei 1904 auf der Weltausstellung in St.Louis zwei Goldmedaillen. 1906 scheidet Geschäftsführer Emil Rudolph aus dem Unternehmen aus und gründet kurze Zeit später in Eibau eine eigene Weberei unter seinem Namen. Nach mehreren wirtschaftlichen Streitereien und Betrugsfällen wird die Weberei 1919 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. 1933 stirbt Hugo Rudolph's Sohn Paul Rudolph, welcher seit dem Austreten seines Schwagers aus der Firma die Leitung übernommen hatte, notgedrungen muss drei Jahre später die AG in eine KG umgewandelt werden.
1946 wird das Unternehmen enteignet und 1948 in den "VEB Technische Gewebe Walddorf" umgewandelt. 1953 folgt der Anschluss an den "VEB Oberlausitzer Baumwollweberei Neusalza-Spremberg" als Werk 4. 1971 gibt es die erneute Angliederung, diesmal an den lausitzer Großbetrieb "VEB Oberlausitzer Textilbetriebe Neugersdorf (LAUTEX)". Mit der politischen Wende in Deutschland 1990 wird der Produktion in Walddorf ein Ende gesetzt, 1991 wird in der alten Fabrik der Rudolphs der letzte Webstuhl abgeschalten.

 

 

Quelle: "Die Textil- und Bekleidungsindustrie der Oberlausitz : Situation, Maßnahmen, Perspektiven",

     Dresden, 1992

      "Textile Geschichte entlang der Grenze", Seifhennersdorf, 2012


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