BAUJAHR: 1872

ANGESTELLTE: 4500 (1989)

LIQUIDATION: 1995

DENKMALSCHUTZ: Ja

 

Eigentlich ist Berlin nicht gerade für seine Textilindustrie bekannt, denn so dominierend war doch in der Hauptstadt der Maschinenbau, doch die Ausnahmen widersetzen die Regel. Denn in Deutschlands größter Stadt, mit seinen unzähligen öffenltichen Einrichtungen, fällt jeden Tage ein riesen Berg an Altwäsche an, um diesen Missstand aufzuheben gründet 1832 Wilhelm Spindler in einem Berliner Keller eine Seidenfärberei, innerhalb weniger Jahrzehnte baut er ein Filialennetz über ganz Berlin auf. Als erster in Deutschland führt er die Chemische Reinigung ein, um der Altwäsche von Berlin her zu werden. 1872 zieht das Unternehmen an die Oberspree und entwickelt sich zur größten Wäscherei im Deutschen Reich. 1902 übernehmen seine Neffen die OHG und bauen das Werk in der Folgezeit weiter aus, es folgen 16 neue Filialen in Berlin. 1922 wird das Werk in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, woraufhin 1925 die Schering AG die Aktienmehrheiten an den Spindlers erhält.

Nachdem 2. Weltkrieg werden die Ostberliner Schering Werke enteignet und in volkseigentum überführt. Die alten Spindler-Werke werden so 1953 zum VEB Blütenweiß umfirmiert, 8 Jahre später entsteht daraus der VEB REWATEX Berlin. Ab 1981 wird das Werk an der Oberspree der Stammbetrieb des Kombinates REWATEX Berlin sondiert und bildet bis 1990 das Zentrum der textilen Reinigung in der DDR. Nach der Wende wird der Betrieb in die REWATEX AG umgewandelt und von der Kölner Larosé Hygiene-Service-GmbH übernommen. Diese schließt Mitte der 90er Jahre das Werk und so gehen auch in der ehemals größten Wäscherei Deutschlands die Lichter nach über 100 Jahren aus. 

 

 

Quelle: "Immobilien-Zeitung", 45 / 2011


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