BAUJAHR: 1910

ANGESTELLTE: -

LIQUIDATION: 1990
DENKMALSCHUTZ: Nein

 

Im Jahr 1910 gründet sich in Plauen die „Deutsche Gardinenfabrik AG“ unter Leitung der Gebrüder Leupold. Die Haupterzeugnisse des jungen Unternehmens sind die Weberei englischer Gardinen, Dekorationsstoffe und Möbelstoffe. Zur gleichen Zeit entsteht dazu der neu erbaute Fabrikbau im Plauener Westen. Markant ist der Bau in Eisenbetonfachwerk durch seine sehr hohen Hallendecken, wichtige Vorraussetzung der häufig vertikal ausgerichteten Strickmaschinen englischer Gardinen. In nur 6 Monaten stellt man das Gebäude fertig. Es entstehen zudem weitere Anbauten sowie eine eigene Energieversorgung, welche auch das umliegende Stadtgebiet mit elektrischen Strom versorgt.

Nach dem 1. Weltkrieg folgt die Umbenennung in die „Industriewerke AG Plauen“. Ab 1919 gehörte zum Konzern ebenfalls das ehemalige Gebäude der AEG etwas nördlicher, indem später der „VEB DaKo Plauen“ einquartiert wird. Da auch hier während des 2. Weltkrieges, wie vieler Orts, die Textilproduktion zum erliegen kommt, mietet sich 1943 die Firma "OSRAM" in das Fabrikgebäude ein und fertigt hier bis Kriegsende Wolframbestandteile für Leuchtmittel. Es kommt 1946 unter Volksentscheid auch in den Industriewerken zur Enteignung und zum Zusammenschluss mehrerer volkseigener Betriebe zum "Textilindustrie-Werke VVB Plauen". 1953 folgt der Anschluss des Betriebes an den „VEB Plauener Gardine“ und fortan fertigt man als Zweigwerk Spitzentextilien für den Exportmarkt aus der vogtländischen Stadt.

1990 kommt es zur Liquidation durch die Treuhand-Anstalt und zur Auflösung des Betriebes.

 

 

Quelle: Sächsisches Staatsarchiv Dresden (Onlinedienst)


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