BAUJAHR: 1894

ANGESTELLTE: 240

LIQUIDATION: 1994

DENKMALSCHUTZ: Ja

 

Wer heute über die A4 durch Dresden fährt, dem sind sicher schon die Ruinen am Rande der Autobahn aufgefallen. Es sind die letzten Überreste des VEB ZERMA Radebeul. So lässt sich nur noch erahnen, welches große Traditionsunternehmen einst hier seinen Sitz hatte.
1890 gründet August F. Koebig in Dresden seine Fabrik zur Herstellung von Papierverarbeitungsmaschinen. Nur vier Jahre später zog man in ein neues Fabrikgelände nach Radebeul, nahe Dresden. Haupterzeugnis waren Maschinen zur Papierverarbeitung und -veredelung, sowie Spezialmaschinen zur Filmherstellung. Da man im 2. Weltkrieg vor allem Kriegsmaterial produzierte, folgte 1946 die Demontage der Anlagen und die Verstaatlichung des Unternehmens. Als „VEB RAMASCH Radebeul“ fertigte man nach alten Produktprofil weiter, bevor 1961 der Betrieb in ein neues Werk am Rande von Radebeul umverlegt wurde. Das frei gewordene Fabrikareal übernahm 1972 der „VEB ZERMA Radebeul“, hervorgegangen aus der „Zerkleinerungsmaschinenbau E.Günzel KG“ und setzte dort die Produktion von Zerkleinerungsmaschinen für die Granulatherstellung in der Kunststoffindustrie fort. 1990 wird der Betrieb in eine GmbH umgeformt, allerdings ohne Erfolgt, bereits 1994 folgt das Aus für das Maschinenbauunternehmen in Radebeul und ein Jahr später wird das Werk geschlossen. Seither verfallen die Werkhallen direkt an der Autobahn A4, einzig 2008 machten die Gebäude nochmals Schlagzeilen, als der Dachstuhl fast komplett abbrennt.


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