BAUJAHR: 1900

ANGESTELLTE: 200

LIQUIDATION: 1990

 

TEILABRISS UND SANIERUNG 2015

 

Um die Jahrhundertwende entwickelt sich Dresden zu einem bedeutenden Zulieferer der Nähmaschinenwerke in Chemnitz, Altenburg und Wittenberge. 1897 gründet Karl Würker gemeinsam mit ehemaligen Arbeitskollegen aus der Firma Seidel & Naumann eine Nähmaschinenteilefabrik. Um 1900 entsteht für diesen Zwecke in einem Innenhofcarre im Nordwesten der Stadt ein eigenes Fabrikgebäude. 1912 wird das noch junge Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und firmierte nun als „Würker & Knirsch AG“. Hauptprodukt sind vorwiegend Nähmaschinenschiffchen. Kurz nach dem 1.Weltkrieg schließen sich die Unternehmen „Würkler & Knirsch AG“ und die „G.Schmidt AG“ zur „Nähmaschinen-Teile AG Dresden“ zusammen, Hauptgrund für diesen Schritt ist die anhaltende Krise in der Branche während des Weltkrieges. Zu Hochzeiten stehen über 1000 Angestellte in beiden Werksteilen an den Produktionsmaschinen, wobei der Großteil der Produkte in den Export gehen.

Nach dem 2. Weltkrieg wird die Aktiengesellschaft von der sowjetischen Verwaltung enteignet und als „VEB Nähmaschinenteilewerk Dresden“ in Volkseigentum überführt. Anfang der 1970er Jahre folgt die Angliederung des Betriebes an das Kombinat „TEXTIMA Karl-Marx-Stadt".

Mit der Wende 1990 wird der „VEB Nähmaschinenteilewerk Dresden“ von der Treuhand-Anstalt abgewickelt und die Produktion komplett eingestellt. Während die alte „Schmidt-Fabrik“ in Radebeul schon eingeebnet ist, wartet das Werk 2 in Dresden noch auf eine unbestimmte Zukunft.

 

 

Quelle: www.dresdner-stadtteile.de


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