BAUJAHR: ca. 1900

ANGESTELLTE: -

LIQUIDATION: 1996

 

Um die Jahrhundertwende gründet sich im Zwickauer Norden die Seltmann'schen Eisengiesserei, produziert werden verschiedenste Eisengussteile für Unternehmen der Umgebung in Automobil- und Maschinenbau. Die Wirtschaftskrise um 1930 bringt das Unternehmen zu Fall und bewirkt eine vorzeitige Schließung, ehe 1948 die SAG den Betrieb wieder zu neuen Leben behilft. Unter dem Namen 'Fackel' werden nun ab 1949 wieder neue Gussteile für Maschinen- und Bergbau, vorrangig der Wismut, hergestellt.
In den 70er Jahren firmiert der Betrieb darauf zum "VEB Eisenwerk Zwickau" und spezialiert sich nun auf Gussteile für den Fahrzeugbau, von nun an gießt man die Motorblöcke für den LKW W50 und die Traktoren ZT300. Um 1972 erfolgt die Erweiterung des Werkes mit neuen sozialen Einrichtungen und dazu 1986 die Grundsteinlegung für das erste Elektroschmelzhaus, welches die aufwendige Koksschmelze beerbt.
Die Wende bringt den Betrieb in wirtschaftliche Schieflage und er wird darauf von der Gießerei "Weipert & Söhne GmbH" aufgekauft. Dieser produziert bis Mai 1996 mit 84 Arbeitern weiter, ehe dann endgültig die Schmelzöfen in der alten Fackel ausgehen.


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