BAUJAHR: 1877

ANGESTELLTE: 1000 (1930) / 16000 (1945)

LIQUIDATION: 1990

DENKMALSCHUTZ: Ja

 

Die Anfänge der MEWA in Leipzig gehen auf die Firma "Lampenfabrik Häckel & Schneider" zurück, welche sich 1864 bereits in der Messestadt gegründet hatte. Aus diesem früheren Unternehmen geht wiederum die "Hugo Schneider AG" hervor, kurz HASAG. So werden Metallwaren verschiedenster Arten hergestellt. Zudem entsteht eine beeindruckende Anzahl an Zweigwerken in Mitteldeutschland und dem europäischen Ausland. Das Stammwerk in Leipzig wird 1877 errichtet.

Während man bereits im 1. Weltkrieg einige Rüstungsgüter herstellt, folgt ab 1933 die erneute Produktion von Kriegsmittel. Ab 1939 produziert man in Leipzig aussschließlich für die Wehrmacht. Mit der deutschen Kapitulation wird ein Großteil der Anlagen durch die Rote Armee demontiert, viele Gebäude zudem gesprengt. 1947  gründet sich aus den Überresten die Firma "Halbzeug & Metallwarenherstellung", welche nur kurze Zeit später zum "VEB Leipziger Werke" verstaatlicht wird und dem "VVB MEWA" angegliedert wird. Produziert werden nun Lampen nach alten Vorkriegspatenten der HASAG. Die Produktion läuft am Standort bis 1990, mit der Einbindung in die Marktwirtschaft wird der Fabrikkomplex in Leipzig aufgegeben.

 

 

Quelle: Sächsisches Staatsarchiv Chemnitz


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