BAUJAHR: 1923

ANGESTELLTE: 600

LIQUIDATION: 1994

DENKMALSCHUTZ: Ja

 

Die traditionsreiche Geschichte der Zündholzfabrik in Riesa nimmt ihren Anfang im Jahre 1923, in diesem Jahr errichtet die Konsumgenossenschaft in der sächsischen Stadt an der Elbe die Zündholzfabrik. Architektonisch ist sie noch sehr an die Vorkriegsarchitektur im Deutschen Kaiserreich mit roter Klinkerfassade angelehnt. Nachdem Einsturz des Absatzes unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg kommt in den 1950er Jahren der Aufschwung in Riesa, die Produktpalette wird neben den Zündholz um weitere pyrotechnische Erzeugnisse wie Wunderkerzen und Bengalhölzer erweitert. Als einer der letzten Betriebe in der DDR wird die Fabrik 1975 in Volkseigentum überführt und so zum „VEB Zündholzwerk Riesa“ umgewandelt. 4 Jahre später folgt die Zusammenlegung mit dem Zündholzwerk in Coswig (Anhalt) zu einen großen vereinten volkseigenen Betrieb. In den 1980erJahren läuft die Produktion der Zündhölzer auf voller Auslastung, die Nachfrage aus dem westlichen Ausland wächst zu diesen Zeitpunkt enorm, so das man in Riesa Sonderschichten einlegen muss. Bis zu 70% der Produktion gehen über die Mauer in den Westen, der Betrieb selbst zählt dabei, nicht nur wegen seiner hochmodernen Fertigungsanlagen, zu einen der Vorzeigebetriebe in der DDR.
Nach der Deutschen Wiedervereinigung soll sich das Bild in Riesa allerdings komplett wenden, durch asiatische Konkurrenz, welche zu einen Spottpreis verkauft, kann sich die traditionsreiche Fabrik nicht lange halten. Bis 1993 hält sich das Werk, bis die Liquidation folgt. Ein Jahr später, 1994, wird die Produktion endgültig für immer eingestellt. Es ist die letzte Zündwarenfabrik in Deutschland. Noch im selben Jahr werden Markenname und -logo verkauft und heute unter dem alten Emplem mit den großen „R“ in China neu aufgelegt. Riesaer Zündhölzer made in China.

 

 

Quelle: Sächsisches Staatsarchiv Dresden


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