BAUJAHR: 1879

ANGESTELLTE: -

LIQUIDATION: 1990
DENKMALSCHUTZ: Ja

 

 

Eigentlich ist unter dem „VEB Waschgerätewerk Schwarzenberg“ ja meist nur das alte Stammwerk der Firma Krauss-Werke bekannt, doch während das alte Werk 1 noch weiter bewirtschaftet wird, steht das Werk 2 hoch über der Bergstadt Schwarzenberg inzwischen sehr vernachlässigt da. Der imposante Bau gehörte einst zur Metallwarenfabrik F.W. Kutzscher Junior. 1879 von Friedrich Wilhelm Kutzscher Jun. gegründet spezialisiert sich das Unternehmen auf Metallgefäße und -formen jeglicher Art, sowie später Teile für den Düsenjägerbau. Eine eigene Gießerei konnte Gussteile in höhster Qualität liefern und eine hausinterne Designabteilung brachte die Schokolade wortwörtlich in genussvolle Formen. 1905 kauft man die Firma A. Riecke in Deuben/Sachsen um das Produktionsfeld weiter auszubauen.

Nach den 2. Weltkrieg produziert man vorerst Ersatzteile für Landwirtschaftliche Maschinen, bis die Enteignung den Betrieb in Volkseigentum überführt. Ab 1956 wird das Werk so Teil des „VEB Waschmaschinenwerk Schwarzenberg“ und damit der einzige Waschmaschinenhersteller bis 1990 in der DDR. Neben Waschmaschinen gingen in Schwarzenberg auch Waschwannen, Mülltonnen und Dachfenster vom Band, die verschiedensten Blechwarenartikel, in den Zweigwerken entstanden sogar weitere Artikel des täglischen Bedarfs.
1990 wird der Betrieb zerschlagen und die Waschgeräteproduktion in Schwarzenberg ganz aufgegeben. In die alte Fabrik von Kutzscher Jun. zieht ein Bildungswerk ein, welches 2001 die Räumlichkeiten wieder verlässt. Seither dümpelt die alte Fabrik vor sich hin, ein großer Teil ist leerstehender, nur wenig wird noch von Kleinunternehmen genutzt.

 

Quelle: "Der VEB Waschgerätewerk Schwarzenberg : 1966 - 1976", Schwarzenberg, 1980


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