BAUJAHR: 1953

ANGESTELLTE: 1260

LIQUIDATION: 2004
DENKMALSCHUTZ: Nein

 

Markneukirchen im Herzen des Vogtlandes zählt seit jeher als das Zentrum des deutschen Musikinstrumentenbau, unzählige Instrumentenbauer ließen sich hier nieder und bringen der Stadt über die Jahre einen Weltruf. 1953 wird als Zusammenschluss mehrerer ansässiger Streichinstrumentenbauer der "VEB MUSIMA Markneukirchen" geboren. Unter dem Namen 'MUSIMA' gehen von hier aus Akkustikgitarren, Violinen und Kontrabässe aus dem Vogtland in die ganze Welt.

1990 gelingt die Privatisierung des ehemals volkseigenen Betriebes als GmbH und so kann sich das Unternehmen doch recht lange am hart umkämpften Markt halten. Unter Lizenz fertigt man auch für die Firma "Lakewood Guitars", die ganz große Champions League im Gitarrenbau. Doch der Wind dreht schnell auf dem Weltmarkt, die Produktion im Vogtland wird mit der Zeit zu teuer und so wird die Belegschaft bis auf 30 Angestellte gekürzt.

2004 muss die "Musima" Konkurs anmelden und eine Ära im Markneukirchener Instrumentenbau geht zu Ende, der letzte große Fisch verschwindet von der Bildfläche.

Heute sind es noch die kleinen Betriebe in der Stadt, welche die einst große Tradition aufrecht erhalten, die großen Fabriken haben den harten Kampf nicht überstanden.

 

Quelle: Sächsisches Staatsarchiv Chemnitz

 


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