BAUJAHR: 1910

ANGESTELLTE: -

LIQUIDATION: 2002
ABRISS: 2017

 

Den Anfang der Textilindustrie in Oberplanitz (ein heutiger Stadtteil von Zwickau) macht am 27. August 1910 die Firma Jungshans & Rössel. So errichtet man an der Uhtmannstraße einen neuen Fabrikkomplex in denen fortan die mechanische Strickerei betrieben wird. 1926 teilt sich das Unternehmen und auf dem Areal produziert die Firma C. Ludwig Rössel GmbH darauffolgend weiter, während Junghans ein paar Straßen weiter eine neue Strickerei unter den Namen Junghans & Söhne aufbaut.

Nach dem 2. Weltkrieg folgt die Enteignung und die Umwandlung in den "VEB 'Aktivist' Zwickau" und beide Betriebe werden in diesem Zuge am 28. Februar 1951 wieder vereint. Vorwiegend produziert man Ober- und Untertrikotagen sowie Badebekleidung. Es folgen weitere Angliederungen von Betriebe aus Schneeberg, St. Egidien und Treuen.

Die Waren aus Oberplanitz sind nicht nur für den heimischen Markt bestimmt, sondern kommen auch durch den Export in den Westen Deutschlands und zeugen von einer hohen Qualität, damit folgt 1976 der Ausbau des Werkes mit neuen Produktionshallen, einem Hochlager und einem neuen Speisesaal.

Die gute Qualität der Ware ist es wiederum, die den Betrieb in der Wendezeit überleben lässt. Als privatisiertes Unternehmen fertigt man unter anderem für große Händler wie Quelle und Tchibo. Doch kurz nach der Jahrtausendwende kommt das Aus für den "Aktivisten". Die zunehmende Verlagerung der Textilindustrie nach Asien forderte ihren Tribut und in der oberplanitzer Uhtmannstraße gehen 2002 für immer die Lichter in den Fertigungshallen aus.

 

Quelle: "Planitz im Wandel der Zeit"; Peschke, N.; 1998


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