BAUJAHR: 1880

ANGESTELLTE: -

LIQUIDATION: -
DENKMALSCHUTZ: Nein

 

Oelsnitz, die Kleinstadt im Herzen des Vogtlandes, gilt seither als Zentrum der deutschen Teppichindustrie. 1880 gründet Karl W. Koch und Fritz te Kock die Teppichweberei für Aximteppische direkt an der Weißen Elster. Unter der Marke "Halbmond" gehen von hier aus die Teppiche um die ganze Welt. Auf Ausstellungen erringen sie Goldmedaillen und schnell wird Oelsnitz als Stadt zum größten Teppichproduzenten in Deutschland. In dieser Zeit nimmt das Werk eine beeindruckende Größe an. Nach dem 2. Weltkrieg wird "Koch & te Kock" enteignet und der Betrieb zum "VEB Halbmond Oelsnitz" umgewandelt.

Anfang der 1970er Jahre folgt die Einschließung in das Kombinat "DEKO Plauen". Auch in der Planwirtschaft behält die Marke dennoch ihren weltweiten Ruf bei und so nimmt der Export in dieser Zeit nicht ab. Doch das Werk wird in dieser Zeit stark am Verschleiß gefahren. Mit der politischen Wende 1990 wird der Betrieb von der Treuhand übernommen und die Umwandlung der "Halbmond" zu einer GmbH wird abgeschlossen. Das alte Werk, welches seit 1880 in Tradition besteht, wird nach kurzer Sanierungsphase aufgegeben. Man zieht in einen kleinen Restteil des Werkes, welches zu DDR-Zeiten erweitert wird, um. Von hier wird bis bis heute in der langen Tradition unter den Namen "Halbmond" Teppiche für die ganze Welt hergestellt.


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