BAUJAHR: 1881

ANGESTELLTE: -

LIQUIDATION: 1990

 

Mit dem preußischen Erlass zum Schlachthauszwang 1881 stand die Stadt Magdeburg in der Pflicht einen eigenen städtischen Vieh- & Schlachthof ausserhalb der Wehrmauern der Altstadt zu errichten. Auf 11 Hektar wird ab 1889 der Schlachthof errichtet. Architektonisch sind alle  Gebäude durch gelben Klinker und einer Stahlunterkonsturktion geprägt, damit zeigen sie große Ähnlichkeiten mit der Klinik- und Heilstättenarchitektur dieser Jahre. 1924 wird das Ensemble erweitern und es kommen  neue Vieh- und Schlachthallen hinzu. Während des 2. Weltkrieges erlebt der Schlachthof nur geringe Zerstörung und wird 1949 in den "VEB Vieh- & Schlachthof Magdeburg" verstaatlicht. Später folgt der Anschluss an das "VEB Fleichkombinat Magdeburg". Während der 1980er Jahre gehört der Betrieb zu einen der modernsten seiner Art in der DDR, alle 20 Sekunden wird hier ein Schwein geschlachtet und zerlegt. Doch nach fast 100 Jahren Betrieb wird 1990 die Schlachtung eingestellt und das Areal für neue Nutzungskonzepte bereit gestellt. Seither befindet sich in einem Teil ein Großmarkt, sowie kleinere Firmen, der restliche Teil, darunter die alte Kantine, zerfallen weiterhin.


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