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VEB Fritz-Heckert Werkzeugmaschinenbau Karl-Marx-Stadt (Schröter, Wolfgang G.; Deutsche Fotothek)

Versucht man die Industrialisierung an wenigen Ankerpunkten zu definieren, so kommt man an den Bestand der Maschinen nicht vorbei. So waren es die ersten Maschinen ab 1780, die durch eine verkürzte Arbeitszeit und einen immer breiteren Fertigungsdurchlauf, die ersten Fabriken erst zu ihrer eigentlichen wirtschaftlichen Massenfertigung verhalfen. Der Maschinenbau entwickelt sich so zur tragenden Säule des Industrialisierungsprozesses in Deutschland. Aus einem Notstand zu englischen und schweizer Maschinenproduzenten geboren, entwickelt sich innerhalb weniger Jahrzehnte der deutsche Maschinenbau zum Taktgeber auf dem Weltmarkt. Die komplette Industrie wächst stark in der Breite und steht dabei in enorm enger Verbindung zu weiteren Industrien, wie das Hüttenwesen und später die Elektronik und Mikroelektronik. Gerade die Chemnitzer Region bildet sich zum Vorreiter in Deutschland heraus und wird fast 100 Jahre das Zentrum des Maschinenbaues in Deutschland bleiben. Die Maschinen aus der eigenen Heimat sind dabei ausschlaggebend für die umliegenden Betriebe. In der Entwicklung neuer Techniken, sei es in der Textilindustrie oder im Bergbau, sitzen die innovativen Maschinenbauer praktisch direkt vor der Haustür. Ohne Maschinen so keine Industrialisierung, ohne Maschinen so keine moderne Gesellschaft.