BAUJAHR: 1892
ANGESTELLTE: -
LIQUIDATION: 1990

Bereits seit 1895 fertigt das Diamant-Unternehmen der Gebrüder Nevoigt im Chemnitzer Reichenbrand die ersten Fahrräder. Allerdings wissen die wenigstens, dass selbiges Unternehmen auch eine sehr erfolgreiche Motorradproduktion wenige Jahre später aufbaute. Es ist das Jahr 1903, als die Diamant-Werke die ersten Motorräder in eigener Konstruktion auf den Markt bringt. Diese ersten Zweiräder hatten eine Leistung von 3 PS, 3.5 PS sowie 5 PS und waren mit Ein- und Zweizylinder Motoren ausgestattet. Bereits als einer der ersten Hersteller setzte man den "Gas-Regulierungs-Drehgriff" in der Lenkerkonstruktion ein, er ist bist heute Standard im Motorradbau. 

Nach der Übernahme durch den Berliner Motorhersteller "Lüders" wird die Motorradprdouktion bei Diamant kurz nach dem Ersten Weltkrieg wieder eingestellt, die Konzentration sollte nun auf Automobile, in Zusammenarbeit mit den Presto-Werken Chemnitz, umgeschwenkt werden. Doch die Motorradgeschichte im Chemnitzer Westen sollte damit noch nicht zu Ende gewesen sein. Nachdem man 1922 bei der Konzernschwester Elite-Werke die Fahrradhilfsmotorproduktion neu gestartet hat, beginnt man 1925 wieder mit der Motorradfertigung unter dem Wappen des Diamant-Jungen. Die Modelle Touren G500SV, Sport E350 und F500 frischten den etablierten Motorradmarkt kräftig auf. 1927 entwickelt der neu eingesetzte Konstrukteur Alexander von Novikoff das Modell "1928". Hinzu kommen beachtliche Erfolge der Werksrennabteilung unter dem Rennfahrer Walter Jänicke. Doch der Wind in der deutschen Fahrzeugindustrie drehte in dieser Zeit, die Elite-Werke gerieten am Vorabend der Weltwirtschaftskrise in Schwierigkeiten und werden zum Teil von der "Opel AG" aus Rüsselsheim übernommen. Diese Strukturumstellung des Konzernes Elite-Diamant hatte auch direkte Auswirkungen auf den Chemnitzer Betriebsteil. Das Diamant-Werk fertigt nun das Modell G500 unter Opelmarkennamen, die Konstruktion blieb die selbige, nur das Logo auf dem Tank änderte sich. Doch die Ehe mit Opel währte nicht lange. Das hessische Unternehmen verlagert 1930 die Motorradproduktion nach Rüsselsheim und die Diamant-Werke können ihre selbstständige Fertigung wieder aufnehmen. Trotz aller Bemühungen blieb die Motorradfertigung aber immer hinter den beiden großen regionalen Konkurrenten DKW und Wanderer. Im Zuge der Weltwirtschaftskrise lässt man deshalb den Motorradbau von großen Maschinen bis 1933 langsam auslaufen. Um sich den Markt anzupassen, nimmt man stattdessen 1931 im Werk Sigmar die Fertigung von Leichtkrafträdern auf, diese Fertigungslinie sollte bis 1939 bestehen. Danach konzentrierte man sich vorwiegend auf das größte Erfolgsmodell der Diamant-Werke, das Fahrrad. 

 

QUELLE:

  "Motorräder aus Sachsen" - K.Reese


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